Wir untersuchen das historische Umfeld des Schweizer Komponisten Othmar Schoeck. Um die Forschung fortzuführen, brauchen wir Ihre finanzielle Hilfe.

Wollen Sie Herausgeber, Gönner oder Förderer werden, dann melden Sie sich bei uns.

Was erforschen wir konkret?

Im Fokus stehen die politischen Hintergründe der Uraufführung von »Das Schloss Dürande« von 1943 an der Berliner Staatsoper. Den Anfang der Untersuchung macht ein rätselhaftes Telegramm von Hermann Göring zur Oper Das Schloss Dürande. Bisher galt als ausgemacht, dass der Reichsmarschall damit die Oper absetzen liess. Neu entdeckte Hinweise lassen das Gegenteil vermuten. Warum wurde es wirklich geschrieben? Die Fragestellung eröffnet den Zugang zu einem unbekannten Umfeld von Schoeck.

Was ist rätselhaft am Telegramm?

 

Göring nannte darin das Libretto »Bockmist«. Uns irritiert: Wie konnte der »zweite Mann im Reich« die Musse finden, sich über ein Libretto zu ärgern so kurz nach Stalingrad, als sein Regime wankte, Bomben auf Berlin fielen, Attentate auf Hitler sich jagten und neben Brand- und Trümmerschwaden ein Staatsstreich in der Luft lag? Warum befahl er als Chef der Staatsoper die Absetzung nicht explizit, sondern schimpfte wie ein Zuschauer aus dem Parkett? Wie konnte er wollen, dass das Ensemble, die eigenen Untergebenen, sich hätte »weigern« sollen? Die Fragen eröffnen Zugänge zu einem unbekannten Umfeld von Schoeck.

 

Wohin führt die Recherche?

Sie führt in die Reichshauptstadt Berlin ins Innere der Staatsoper. Wir blicken hinter die Kulissen, ermitteln in den Räumen der Intendanz, in den Quartieren der Reichsführung. Wir sehen, wie die Staatsoper im Inferno der Bomben ihren Spielbetrieb aufrechterhielt, wie sie als gesellschaftliches Zentrum der Elite diente. Hier gingen Nazigrößen ein und aus. Aber nicht nur: Inmitten der Hochburg der NS-Kultur formierte sich auch der Widerstand. Kann das Telegramm damit zu tun haben? Als Spitze des Eisbergs einer Intrige, die emporkam, als Schoeck nach Berlin reiste? Wir durchleuchten, wie Schoeck und sein Umfeld die Uraufführung erlebten, wie dabei Willi Schuh, NZZ-Musikkritiker, in Schwierigkeiten mit dem Naziregime geriet – und wie die offizielle Schweiz die Verbindung zur Staatsoper förderte und sich für den Schweizer Komponisten bei Göring stark machte.

 

Warum ist ihre Hilfe wichtig?

Um die Hintergründe aufzudecken, brauchen wir Ihre finanzielle Unterstützung. Das Aufspüren von Quellen ist aufwendig, deren Interpretation vertrackt. Nach Kriegsende wurden Spuren verwischt und es wurde gezielt – für Neugierige wie wir – falsche Fährten gelegt. Aus der Recherche entsteht ein spannendes Buch. Es soll die Schoeck-Rezeption erleichtern. Seine Bedeutung gewinnt es durch die Geltung der Geschichte der Berliner Staatsoper – einer Königsetappe der Opernforschung. Es kann Schoeck anderen Kreisen vermitteln und die verdiente Aufnahme seiner Musik fördern.
 

Wer führt die Forschung?

Die Recherche leitet Dr. Christian Mächler, mehrjähriger Senior Reseacher in der Dürande-Forschung der Hochschule der Künste Bern und Preisträger der Gesellschaft für Theatergeschichte Berlin. Unterstützt wird die Forschung durch die wissenschaftliche Mitarbeit von Dr. Lea Moliterni, Patrizia Hausheer (M.A.), Vanessa Sonder (M.A.) und Sonja Caruso.
 

Dr. Christian Mächler
Projektleitung

Dr. Lea Moliterni
Recherche

Patrizia Hausheer, M.A.
Recherche

Vanessa Sonder M.A.
Redaktion, Lektorat

Sonja Caruso
Öffentlichkeitsarbeit

Martin Schunerits
Web-Auftritt
 

Wie können Sie uns helfen?

Indem Sie den sofortigen Beginn des Projektes einleiten – mit einer Anschubfinanzierung an:

Zürcher Kantonalbank (ZKB)
Konto-Nr. 1148-02303562
IBAN CH17 0070 0114 8023 0356 2
Verein Othmar-Schoeck-Forschung

Ihre Anschubförderung dient der weiteren Mittelbeschaffung. Selbstverständlich orientieren wir Sie laufend über deren Stand. Ab einem Budget von 79 000 Franken können wir mit der Recherche loslegen. Unser Gesamtbudget für ein Buch beträgt 138 000 Franken.  

Dankbar sind wir für alle Zusagen: von grossen, mittleren oder kleinen Beträgen. Sie werden je nachdem Hauptherausgeber oder Mitherausgeber, Gönner oder Förderer des Buches. Auch Stiftungen fragen wir an. Aber Ihre Zuwendung, liebes Publikum, zählt. Sie hilft uns jetzt zu beginnen. 

Bitte melden Sie sich bei uns:
per Mail an othmar-schoeck-forschung@gmx.ch oder telefonisch bei Dr. Christian Mächler unter 076 329 02 02.

 

Auftakt mit Regenbogen. Unser Crowdfunding hat begonnen.

Am 31. Mai und am 2. Juni 2018 machen wir unser Projekt in Bern öffentlich. Wir verteilen vor dem Stadttheater Bern an der Premiere von Othmar Schoecks Das Schloss Dürande Infoblätter, um auf unser Forschungsanliegen hinzuweisen. Das Interesse des Schoeck-interessierten Publikums ist überwältigend.

In der Pause überrascht der Himmel auch unsere
Administratorin Sonja Caruso (links unten)
mit einem riesigen Regenbogen.

Ruhe vor dem (An-)Sturm: Unsere Rechercheurin
Patrizia Hausheer macht sich startklar zum Flyern.

Unsere Redakteurin Vanessa Sonder in Aktion.

Historiker Marc Häfliger spring am Samstag
liebenswürdigerweise rettend ein.

Kurz vor Beginn der Premiere, rechts aussen Projektleiter Christian Mächler.